Lackierassistentinnen und Lackierassistenten bereiten Oberflächen vor und lackieren Fahrzeuge, Maschinen oder Werkstücke. Je nach Schwerpunkt arbeitest du in einer Carrosseriewerkstatt oder in einem industriellen Lackierbetrieb.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich schleife und lackiere Autos und Maschinen, damit sie wieder wie neu glänzen und gut geschützt sind.“
Das hörst du im Job ständig
Gut abkleben, sonst lackierst du die Scheibe mit!
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Berufsattest (EBA)
- Dauer2 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Du darfst keine Farbsehstörung haben.
- BerufsmaturitätNach der Lehre möglich (BM2)
- BerufsfeldFahrzeuge
Was du in der Lehre machst
Du richtest deinen Arbeitsplatz ein, schleifst oder sandstrahlst die Oberflächen und entfettest und grundierst sie. Danach mischst du den Lack, berechnest die nötige Menge und trägst ihn mit Spritzpistole oder Maschine auf. Im Schwerpunkt Industrie deckst du Teile ab, entfernst Aufhängungen und machst Werkstücke für den Versand bereit. Im Schwerpunkt Carrosserie polierst du Fahrzeuge, baust Teile aus und ein, wechselst Räder und hilfst beim Ersetzen von Scheiben.
Wo du später arbeitest
- CarrosseriewerkstattHier bekommen Autos nach einem Schaden wieder ihren Glanz.
- Industrieller LackierbetriebDu lackierst Maschinenteile und Werkstücke in Serie.
- LackierabteilungAuch grosse Industriebetriebe haben eigene Lackierereien.
Das solltest du mitbringen
- FarbsinnDu erkennst feine Unterschiede zwischen Farbtönen.
- SorgfaltGute Vorbereitung ist das Geheimnis einer schönen Oberfläche.
- SicherheitsbewusstseinAtemschutz und Handschuhe trägst du konsequent.
- AusdauerSchleifen und Abdecken brauchen Geduld und etwas Kraft.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 750 bis 850 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 900 bis 1'000 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Nach dem EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Carrosserielackiererin oder Carrosserielackierer EFZ oder als Industrielackiererin oder Industrielackierer EFZ machen. Kurse von Carrosserie Suisse helfen dir, dich weiterzubilden.
Wann bewerben als Lackierassistent?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Lackierassistent
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Lackierassistent EBA ab August [Jahr] Sehr geehrter Herr [Name] Autos begeistern mich schon lange, besonders wenn sie frisch lackiert glänzen. Als ich mit meinem Bruder sein Töffli neu gespritzt habe, habe ich gemerkt, wie viel Freude mir diese Arbeit macht. Zurzeit besuche ich die [Schule] in [Ort]. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Teile abkleben, schleifen und beim Polieren eines Autos helfen. Ich habe gelernt, dass eine gute Vorbereitung das Wichtigste ist, und genau diese genaue Arbeit gefällt mir. Ich bin zuverlässig, arbeite sauber und lerne gern dazu. Gerne zeige ich Ihnen in einem Gespräch oder einer weiteren Schnupperlehre, dass ich motiviert bin. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze das Töffli durch dein eigenes Erlebnis und nenne den Schwerpunkt, den der Betrieb anbietet.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Lackierassistent
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Interessierst du dich mehr für Autos oder für Industrieteile? Tipp: Beide Antworten sind gut. Begründe deine Wahl, etwa mit Begeisterung für Autos oder Freude an Maschinen und Serien.
- Warum muss man vor dem Lackieren so viel schleifen und reinigen? Tipp: Zeig, dass du weisst: Lack hält nur auf einer sauberen, fettfreien Fläche, und jeden Fehler darunter sieht man später.
- Wie gehst du mit Gerüchen und Schutzkleidung um? Tipp: Sei ehrlich und zeig, dass du deine Gesundheit ernst nimmst und Schutzausrüstung selbstverständlich trägst.
- Kannst du dir vorstellen, später das EFZ zu machen? Tipp: Zeig, dass du die Möglichkeit der verkürzten Lehre kennst und Lust hast, dich weiterzuentwickeln.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Lackierassistent/in EBA
Wie lange dauert die Lehre als Lackierassistent/in EBA?
Die Lehre dauert 2 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Lackierassistent/in EBA?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Du darfst keine Farbsehstörung haben.
Was verdiene ich in der Lehre als Lackierassistent/in EBA?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 750 bis 850 und im 2. Lehrjahr CHF 900 bis 1'000 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Während der Lehre ist das in diesem Beruf eher unüblich. Nach der Lehre kannst du die Berufsmaturität aber nachholen (BM2) und danach an eine Fachhochschule.
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Lackierassistent/in EBA, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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