Industrielackiererinnen und Industrielackierer geben Maschinen, Möbeln, Metallteilen und vielem mehr eine schützende und schöne Oberfläche. Ihre Lacke halten Rost, Feuchtigkeit und Salz fern und sorgen dafür, dass Produkte lange gut aussehen.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich lackiere Maschinen und Möbel, damit sie schön aussehen und nicht rosten, so wie dein Gartentor, nur viel genauer.“
Das hörst du im Job ständig
Erst schleifen, dann lackieren, sonst sieht man jeden Fehler!
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer3 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Du darfst keine Farbsehstörung haben.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldTechnik, Mechanik und Elektro
Was du in der Lehre machst
Bevor du lackierst, klärst du mit der Kundschaft, was gewünscht ist, und deckst alles ab, was keine Farbe abbekommen darf. Du entfernst alte Beschichtungen, entfettest, entrostest und schleifst die Teile, bis die Oberfläche bereit ist. Dann spachtelst und grundierst du, mischst den richtigen Farbton und trägst ihn mit Spritzpistole, Tauchbad, elektrischem Verfahren oder Pinsel auf. Nach dem Trocknen im Ofen kontrollierst du die Qualität, besserst nach und pflegst Anlagen und Werkzeug.
Wo du später arbeitest
- Lackier- und BeschichtungswerkHier lackierst du Teile für viele verschiedene Kundinnen und Kunden.
- IndustriebetriebIn der Lackierabteilung bekommen Büromöbel oder Haushaltsgeräte ihren Schliff.
- StahlbauBrücken, Träger und Stahlkonstruktionen brauchen dauerhaften Korrosionsschutz.
- Fahrzeuge und FlughafenAuch Wartungsbetriebe für Fahrzeuge und Flugzeuge brauchen Lackierprofis.
Das solltest du mitbringen
- FarbsinnDu erkennst feine Unterschiede zwischen Farbtönen.
- SorgfaltEine saubere Vorbereitung ist dir genauso wichtig wie das Lackieren selbst.
- SicherheitsbewusstseinSchutzanzug und Atemschutz trägst du konsequent, weil du mit giftigen Stoffen arbeitest.
- Ruhige HandGleichmässig spritzen ohne Läufer braucht Übung und Gefühl.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 750 bis 850 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 900 bis 1'000 |
| 3. Lehrjahr | CHF 1'100 bis 1'300 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt sind gut. Mit der Berufsprüfung wirst du Lackierfachmann oder Lackierfachfrau, Prozessfachmann oder Instandhaltungsfachfrau. Mit der höheren Fachprüfung oder an der höheren Fachschule als Prozesstechnikerin HF gehst du weiter, oder du übernimmst die Leitung einer Werkstatt.
Wann bewerben als Industrielackierer?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Industrielackierer
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Industrielackiererin EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrter Herr [Name] Als ich mit meiner Mutter ein altes Velo abgeschliffen und neu lackiert habe, war ich überrascht, wie viel Arbeit in einer schönen Oberfläche steckt. Das Ergebnis hat mich so stolz gemacht, dass ich seither mehr über das Lackieren lernen möchte. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Ich arbeite gern genau und habe ein gutes Auge für Farben. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Teile abdecken, schleifen und unter Anleitung meine ersten Teile spritzen. Dabei habe ich gemerkt, wie wichtig eine ruhige Hand und Sorgfalt sind. Ihr Betrieb beschichtet [Produkte], und ich möchte bei Ihnen lernen, wie man Oberflächen perfekt schützt. Über ein Gespräch freue ich mich sehr. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze das Velo durch dein eigenes Projekt und schreib, welche Produkte der Betrieb tatsächlich lackiert.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Industrielackierer
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Warum ist die Vorbereitung beim Lackieren so wichtig? Tipp: Zeig, dass du verstanden hast: Lack hält nur auf einer sauberen, fettfreien und geschliffenen Fläche. Erwähne, was du in der Schnupperlehre beim Abdecken und Schleifen gelernt hast.
- Du arbeitest mit Schutzanzug und Maske. Stört dich das? Tipp: Sei ehrlich und zeig, dass du die Gesundheit ernst nimmst. Sag, dass Schutzkleidung für dich selbstverständlich ist.
- Wie würdest du prüfen, ob zwei Farbtöne gleich sind? Tipp: Zeig, dass du an gutes Licht, Farbmuster und genaues Hinschauen denkst. Erwähne, dass du nachfragst, wenn du unsicher bist.
- Was hat dir in der Schnupperlehre am besten gefallen? Tipp: Nenne eine konkrete Arbeit, zum Beispiel das erste Teil, das du selbst gespritzt hast, und warum es dich gefreut hat.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Industrielackierer/in EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Industrielackierer/in EFZ?
Die Lehre dauert 3 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Industrielackierer/in EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Du darfst keine Farbsehstörung haben.
Was verdiene ich in der Lehre als Industrielackierer/in EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 750 bis 850 und im 3. Lehrjahr CHF 1'100 bis 1'300 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Industrielackierer/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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