Lehrlingslohn: Was verdienst du in der Lehre, und was bleibt dir?
Dein erster eigener Lohn: Aber wie viel ist das, und was bleibt nach Abzügen, Krankenkasse und Abo wirklich übrig? Hier erfährst du, wie der Lehrlingslohn festgelegt wird, und rechnest im Lohn-Rechner aus, was dir im Monat bleibt.
Trag deinen Bruttolohn aus dem Lehrvertrag ein, dazu deine Ausgaben. Der Rechner zieht die Sozialabzüge ab und zeigt dir, was im Monat übrig bleibt. Für manche Berufe kannst du die Lohnempfehlung des Berufsverbands direkt eintragen lassen.
Rechner
Was bleibt vom Lehrlingslohn?
Trag deine Zahlen ein. Gerechnet wird nur in deinem Browser, nichts wird gespeichert oder verschickt.
Näherung zum Planen, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Sozialabzüge 2026: AHV, IV und EO 5.3 %, ALV 1.1 % Arbeitnehmeranteil (BSV), Pflicht ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag (Merkblatt 2.01). Pensionskasse fällt erst ab einem Jahreslohn über CHF 22'680 an, darunter liegen die meisten Lehrlingslöhne. Steuern sind nicht abgezogen. Mittlere Krankenkassenprämie 2027: Kinder CHF 128.10, junge Erwachsene CHF 338.80 im Monat (BAG). Lohnempfehlungen je Beruf von den Berufsverbänden, Quelle auf der jeweiligen Berufsseite.
Wie hoch ist der Lehrlingslohn?
Einen gesetzlichen Mindestlohn für die Lehre gibt es in der Schweiz nicht. Wie viel du verdienst, steht in deinem Lehrvertrag. Die Berufsverbände veröffentlichen Lohnempfehlungen, an die sich die meisten Lehrbetriebe halten. In manchen Branchen legt ein Gesamtarbeitsvertrag Mindestlöhne fest. Der Lohn steigt mit jedem Lehrjahr und hängt von Beruf, Branche, Ort und Grösse des Betriebs ab (berufsberatung.ch).
Zwei Beispiele aus der kaufmännischen Lehre zeigen, wie gross die Unterschiede zwischen Empfehlung und Wirklichkeit sein können:
Wie unterschiedlich die Löhne je nach Beruf sind, siehst du hier. Die Zahlen sind die Empfehlungen der Berufsverbände.
Lohnvergleich
Zwei Lehrberufe im Vergleich
Wähle zwei Berufe. Du siehst die Lohnempfehlung für jedes Lehrjahr nebeneinander.
Lehrlingslohn pro Monat
Lehrjahr
1. Lehrjahr
2. Lehrjahr
3. Lehrjahr
4. Lehrjahr
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch (Stand Oktober 2026). Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag. Die genaue Quelle steht auf der Seite des Berufs.
Die zehn höchsten Lehrlingslöhne im letzten Lehrjahr
Rangliste nach der Lohnempfehlung im letzten Lehrjahr, bei Spannen nach der Mitte. Berücksichtigt sind die 215 Lehrberufe auf Jimmy mit Lohnangabe.
Die Lohnempfehlung für jeden Beruf findest du auch auf seiner Seite unter Lehrberufe von A bis Z.
Was vom Lohn abgezogen wird
AHV, IV und EO: 5,3 Prozent (2026), aber erst ab dem 1. Januar nach deinem 17. Geburtstag (Merkblatt 2.01).
Arbeitslosenversicherung (ALV): 1,1 Prozent, ebenfalls ab dem gleichen Zeitpunkt.
Nichtberufsunfall: Arbeitest du mindestens acht Stunden pro Woche, bist du auch in der Freizeit gegen Unfall versichert. Die Prämie darf dir abgezogen werden, viele Lehrbetriebe übernehmen sie aber.
Pensionskasse: Sie wird erst ab einem Jahreslohn über CHF 22'680 Pflicht. Die meisten Lehrlingslöhne liegen darunter.
Nicht abziehen darf dein Lehrbetrieb die Prämie für die Berufsunfallversicherung, die Kosten der Berufsfachschule, der überbetrieblichen Kurse und des Qualifikationsverfahrens.
Was du selbst bezahlst
In der Schweiz hat jede Person ihre eigene Krankenkasse. Bis 18 gilt der günstigere Kindertarif, von 19 bis 25 der Tarif für junge Erwachsene. Die mittlere Prämie 2027 liegt laut Bundesamt für Gesundheit bei CHF 128.10 für Kinder und CHF 338.80 für junge Erwachsene im Monat. Wer sie zahlt, macht ihr in der Familie aus. Bei kleinem oder mittlerem Einkommen hilft die Prämienverbilligung.
Dazu kommen das Abo für den Arbeitsweg, Handy, Essen auswärts und Freizeit. Wohnst du bei deinen Eltern, ist ein Beitrag an die Lebenskosten üblich. Der Lohn gehört dir, deine Eltern dürfen aber einen angemessenen Beitrag verlangen.
Neben dem Lohn kann es Unterstützung geben: die Ausbildungszulage für deine Eltern, die Prämienverbilligung oder Stipendien. Was für dich infrage kommen kann, zeigt der Förder-Check für Lernende.
Lohn bei Krankheit
Bist du krank, bekommst du deinen Lohn eine Zeit lang weiter. Als Richtwert gelten im ersten Lehrjahr rund drei Wochen, ab dem zweiten Lehrjahr rund zwei Monate. Was genau gilt, steht in deinem Lehrvertrag oder im Gesamtarbeitsvertrag deiner Branche.
Häufige Fragen
Gibt es in der Schweiz einen Mindestlohn für Lernende?
Nein, ein gesetzlicher Mindestlohn für die Lehre gibt es nicht. Den Lohn legt der Lehrvertrag fest. Die Berufsverbände geben Empfehlungen ab, an die sich die meisten Lehrbetriebe halten, und in manchen Branchen gelten Mindestlöhne aus dem Gesamtarbeitsvertrag.
Ab wann werden AHV-Beiträge vom Lehrlingslohn abgezogen?
Ab dem 1. Januar nach deinem 17. Geburtstag. Dann gehen 2026 für AHV, IV und EO 5,3 Prozent und für die Arbeitslosenversicherung 1,1 Prozent vom Bruttolohn ab. Vorher bekommst du den Lohn ohne diese Abzüge.
Gehört der Lehrlingslohn mir oder meinen Eltern?
Der Lohn gehört dir. Wohnst du bei deinen Eltern, dürfen sie einen angemessenen Beitrag an die Lebenskosten verlangen. Wie viel, macht ihr am besten gemeinsam aus, der Lohn-Rechner hilft dabei.
Jimmy zeigt dir, welche Lehrberufe zu deinen Stärken passen, und bringt dich mit Lehrbetrieben zusammen. Ohne Motivationsschreiben. Jimmy startet in der Schweiz mit einem Pilot.