Malerpraktikerinnen und Malerpraktiker bringen Farbe an Wände, Decken, Fenster und Türen und schützen damit Gebäude vor Wetter und Abnutzung. Sie arbeiten im Team mit Malerinnen und Malern, meist auf Baustellen und in Wohnungen.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich mache Wohnungen und Häuser wieder schön, indem ich Wände flicke, glatt schleife und frisch streiche.“
Das hörst du im Job ständig
Zuerst abdecken, dann streichen, nicht umgekehrt!
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Berufsattest (EBA)
- Dauer2 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Manche Betriebe machen einen Eignungstest, und du solltest Farben sicher unterscheiden können.
- BerufsmaturitätNach der Lehre möglich (BM2)
- BerufsfeldBau und Gebäudetechnik
Was du in der Lehre machst
Bevor du streichst, deckst du Böden und Möbel ab, stellst Leitern und Böcke auf und kratzt alte Farbe oder Tapeten weg. Du füllst Löcher und Risse, schleifst die Fläche glatt und sorgst dafür, dass alles trocken und staubfrei ist. Danach trägst du Farbe und Lack mit Pinsel, Rolle oder Spritzgerät auf, klebst Tapeten oder gibst Verputz eine Struktur. Zum Schluss reinigst du dein Werkzeug und entsorgst Reste richtig.
Wo du später arbeitest
- MalerbetriebKleine und mittlere Malergeschäfte bilden die Lernenden aus.
- BaustelleBei Neubauten streichst du ganze Treppenhäuser und Fassaden.
- Bewohnte WohnungenBei Renovationen arbeitest du sauber und rücksichtsvoll bei Leuten zu Hause.
- WerkstattFensterläden, Türen und kleinere Teile streichst du oft direkt in der Werkstatt.
Das solltest du mitbringen
- SorgfaltSaubere Kanten und gleichmässige Flächen sind dir wichtig.
- Sinn für FarbenDu siehst, ob ein Farbton passt, und hast Freude an schönen Räumen.
- SchwindelfreiheitAuf Leitern und Gerüsten fühlst du dich sicher.
- AusdauerSchleifen, Abdecken und Streichen über viele Stunden schaffst du gut.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 700 bis 750 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 820 bis 1'020 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Nach dem EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Maler/in EFZ machen und später sogar Teams führen. Der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband bietet zudem Kurse an, mit denen du dein Können ausbaust. Ab 2027 gilt für den Beruf eine neue Bildungsverordnung.
Wann bewerben als Malerpraktiker?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Malerpraktiker
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Malerpraktiker/in EBA ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Als wir zu Hause mein Zimmer neu gestrichen haben, habe ich gemerkt, wie viel Farbe ausmacht. Seitdem möchte ich einen Beruf lernen, bei dem ich Räume mit meinen Händen verschönere. Zurzeit besuche ich die [Schule]. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Böden abdecken, Löcher spachteln und eine Wand mit der Rolle streichen. Am Abend war die Wand gleichmässig, und das hat mich gefreut. Ich arbeite gern sorgfältig und habe keine Mühe mit Leitern. Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil [Grund, zum Beispiel Ihre Renovationen in der Region]. Gern zeige ich Ihnen in einer weiteren Schnupperlehre oder in einem Gespräch, dass ich zuverlässig und mit Freude arbeite. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze das Beispiel mit dem eigenen Zimmer durch ein Erlebnis von dir und nenne, was dich an genau diesem Malerbetrieb anspricht.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Malerpraktiker
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Hast du zu Hause schon einmal etwas gestrichen? Tipp: Erzähl konkret, etwa von deinem Zimmer, einem Gartenzaun oder einem alten Möbel. Sag auch, wie du vorbereitet hast, denn der Betrieb weiss, dass gute Malerarbeit beim Abdecken und Schleifen beginnt.
- Wie gehst du vor, wenn du in einer bewohnten Wohnung arbeitest? Tipp: Zeig, dass du an die Kundschaft denkst: freundlich grüssen, Möbel und Böden schützen, sauber aufräumen und nichts anfassen, was nicht zum Auftrag gehört.
- Arbeit auf Gerüsten und Leitern gehört dazu. Wie geht es dir damit? Tipp: Sei ehrlich. Wenn du in der Schnupperlehre schon auf einem Gerüst warst, erzähl davon und sag, dass du die Sicherheitsregeln ernst nimmst.
- Was gefällt dir an diesem Beruf besser als an anderen Berufen auf dem Bau? Tipp: Hier passt, dass man das Ergebnis sofort sieht und Räume schöner macht. Nenne einen Moment aus der Schnupperlehre, in dem du stolz auf eine fertige Wand warst.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Malerpraktiker/in EBA
Wie lange dauert die Lehre als Malerpraktiker/in EBA?
Die Lehre dauert 2 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Malerpraktiker/in EBA?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Manche Betriebe machen einen Eignungstest, und du solltest Farben sicher unterscheiden können.
Was verdiene ich in der Lehre als Malerpraktiker/in EBA?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 700 bis 750 und im 2. Lehrjahr CHF 820 bis 1'020 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Während der Lehre ist das in diesem Beruf eher unüblich. Nach der Lehre kannst du die Berufsmaturität aber nachholen (BM2) und danach an eine Fachhochschule.
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Malerpraktiker/in EBA, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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