Ob knuspriges Ruchbrot, Zopf für den Sonntag oder feine Pralinés: In diesem Beruf entsteht alles, was in der Bäckerei-Vitrine glänzt. Du wählst bei Lehrbeginn die Fachrichtung Bäckerei-Konditorei oder Konditorei-Confiserie.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich backe Brot, Gipfeli und Torten, schon frühmorgens, damit du zum Zmorge etwas Frisches auf dem Tisch hast.“
Das hörst du im Job ständig
Der Ofen ist heiss, wo bleiben die Gipfeli?
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer3 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Rechnen ist wichtig, weil du Rezepte umrechnest und Zutaten genau abwägst.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldLebensmittel
Was du in der Lehre machst
Dein Tag startet oft früh, wenn die Stadt noch schläft. Du wägst Mehl, Hefe und Butter ab, knetest Teige, formst Brote und Gipfeli und schiebst sie zur richtigen Zeit in den Ofen. Später füllst du Torten, temperierst Schokolade oder dekorierst Desserts für einen Anlass. Dabei achtest du stets auf Hygiene, Temperaturen und die Qualität der Zutaten.
Wo du später arbeitest
- Gewerbliche BäckereiIn der Backstube eines Familienbetriebs lernst du die ganze Palette vom Brot bis zur Torte.
- ConfiserieHier stehen Pralinen, Truffes und feine Patisserie im Mittelpunkt.
- IndustrieIn grossen Produktionsbetrieben arbeitest du mit Maschinen und meist im Schichtbetrieb.
- Hotels und SpitälerAuch Grossküchen und Hotels beschäftigen Fachleute für Backwaren und Desserts.
Das solltest du mitbringen
- Frühaufsteher-GenNachtarbeit und Einsätze am Wochenende schrecken dich nicht ab.
- GenauigkeitDu hältst Rezepte und Backzeiten exakt ein.
- Gestalterisches FlairDu hast Freude daran, Torten und Süssigkeiten schön zu verzieren.
- Sinn für HygieneSauberkeit in der Backstube ist für dich selbstverständlich.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlung der Berufsverbände pro Monat, veröffentlicht auf berufsberatung.ch. Je nach Region und Lehrbetrieb kann der Lohn abweichen.
| 1. Lehrjahr | CHF 850 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 1'050 |
| 3. Lehrjahr | CHF 1'400 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Mit einer verkürzten Zusatzlehre kannst du die zweite Fachrichtung oder den Kochberuf anhängen. Die Berufsprüfung führt zum Chef oder zur Chefin Bäcker-Konditor-Confiseur, die höhere Fachprüfung zur Betriebsleitung einer Bäckerei-Konditorei-Confiserie. Über die höhere Fachschule oder mit Berufsmaturität an der Fachhochschule geht es Richtung Lebensmitteltechnologie.
Wann bewerben als Bäcker-Konditor-Confiseur?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Bäcker-Konditor-Confiseur
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Bäcker-Konditor-Confiseur EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Jeden Sonntag backe ich für meine Familie den Zopf. Angefangen hat es mit dem Rezept meiner Grossmutter, inzwischen probiere ich auch Sauerteigbrote und kleine Torten aus. Zu sehen, wie aus einfachen Zutaten etwas Feines entsteht, macht mir grosse Freude. Ich besuche die Sek [Niveau] in [Schule]. Im Fach Wirtschaft, Arbeit, Haushalt koche und backe ich besonders gern. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] habe ich um vier Uhr morgens Gipfeli geformt, Teige abgewogen und beim Füllen von Cremeschnitten geholfen. Das frühe Aufstehen war für mich kein Problem, weil die Arbeit so abwechslungsreich war. Ihre Bäckerei stellt vieles noch von Hand her, das gefällt mir sehr. Gerne zeige ich Ihnen in einer weiteren Schnupperlehre oder in einem Gespräch, dass ich mit Freude und Sorgfalt arbeite. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze den Sonntagszopf durch dein eigenes Backerlebnis und nenne, was du beim Schnuppern wirklich gemacht hast.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Bäcker-Konditor-Confiseur
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Unser Tag beginnt um drei oder vier Uhr. Wie stellst du dir das vor? Tipp: Zeig, dass du es dir gut überlegt hast. Erzähl, wie du in der Schnupperlehre früh aufgestanden bist und wie du deinen Schlaf planen willst.
- Was ist dir lieber, Brot und Gipfeli oder Torten und Pralinen? Tipp: Sag ehrlich, was dich mehr reizt, aber zeig Offenheit für alle drei Bereiche. Ein Beispiel vom Backen zu Hause macht es glaubwürdig.
- Warum ist Hygiene in der Backstube so wichtig? Tipp: Nenne Händewaschen, Haarschutz, saubere Flächen und das richtige Kühlen von Crème. Der Betrieb will sehen, dass du Verantwortung für Lebensmittel übernimmst.
- Was hast du zuletzt zu Hause gebacken, und was ist dabei schiefgegangen? Tipp: Erzähl ruhig von einem Missgeschick und was du daraus gelernt hast. Das zeigt, dass du genau hinschaust und aus Fehlern lernst.
- Wie rechnest du ein Rezept für 20 Brote auf 50 Brote um? Tipp: Rechne laut mit dem Faktor 2,5. Rezepte umrechnen gehört zum Alltag, deshalb ist ruhiges und sicheres Rechnen wichtiger als Tempo.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EFZ?
Die Lehre dauert 3 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Rechnen ist wichtig, weil du Rezepte umrechnest und Zutaten genau abwägst.
Was verdiene ich in der Lehre als Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 850 und im 3. Lehrjahr CHF 1'400 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Bäcker/in-Konditor/in-Confiseur/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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