Holzhandwerkerinnen und Holzhandwerker stellen Gegenstände aus Holz her und reparieren sie, vom gedrechselten Treppengeländer bis zum Holzspielzeug. Je nach Fachrichtung arbeitest du in einer Drechslerei oder in einer Weissküferei.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich drechsle und forme aus Holz schöne Dinge für den Alltag, wie die Salatschüssel und den Kochlöffel in deiner Küche.“
Das hörst du im Job ständig
Mach langsamer, das Holz sagt dir, wie schnell es gehen darf.
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer4 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Zeichnen und Rechnen helfen dir bei Skizzen und Offerten.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldHandwerk
Was du in der Lehre machst
Du berätst Kundinnen und Kunden, zeichnest Skizzen und rechnest aus, wie viel Holz und Zeit ein Auftrag braucht. In der Drechslerei spannst du Holz in die Drehbank und formst daraus runde Teile wie Schalen, Stuhlbeine oder Griffe. In der Weissküferei fertigst du Holzgefässe, Kübel und kleine Fässer, schnitzt Verzierungen und bearbeitest auch Horn oder Knochen. Am Schluss schleifst, beizt oder lackierst du die Stücke und hilfst mit, sie an Ausstellungen zu verkaufen.
Wo du später arbeitest
- DrechslereiAn der Drehbank entstehen Einzelstücke und kleine Serien aus Holz.
- WeissküfereiHier stellst du traditionelle Holzgefässe und Gebrauchsgegenstände her.
- ProduktionsbetriebIn grösseren Hallen bedienst du automatisierte Maschinen für Serienteile.
- Märkte und AusstellungenDort zeigst du deine Arbeiten und kommst mit der Kundschaft ins Gespräch.
Das solltest du mitbringen
- Liebe zum HolzDu erkennst gern, wie sich jede Holzart anders verhält.
- Sinn für ÄsthetikSchöne Formen und saubere Oberflächen sind dir wichtig.
- GenauigkeitDu misst regelmässig nach, damit Deckel und Teile genau passen.
- Freude am VerkaufenDu erklärst gern, wie ein Stück entstanden ist.
Was du in der Lehre verdienst
Einen gesetzlichen Mindestlohn für die Lehre gibt es in der Schweiz nicht. Den Lohn legt der Lehrvertrag fest, viele Lehrbetriebe richten sich nach der Empfehlung des Berufsverbands. Er steigt mit jedem Lehrjahr und hängt auch von Region und Betrieb ab.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Mit einer verkürzten Zusatzlehre kannst du die andere Fachrichtung lernen oder Küferin, Holzbildhauer oder Schreinerin werden, was deine Chancen deutlich verbessert. Mit Erfahrung übernimmst du eine Werkstatt oder machst dich selbstständig. Mit der Berufsmaturität steht dir an der Fachhochschule ein Studium in Holztechnik offen.
Wann bewerben als Holzhandwerker?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Holzhandwerker
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Holzhandwerker EFZ, Fachrichtung [Drechslerei oder Weissküferei], ab August [Jahr] Sehr geehrter Herr [Name] Auf einem Handwerkermarkt habe ich einem Drechsler zugeschaut, wie aus einem kantigen Holzstück in wenigen Minuten eine glatte Schale wurde. Seither weiss ich, dass ich mit Holz arbeiten und schöne, nützliche Gegenstände herstellen möchte. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Im Werken baue ich am liebsten mit Holz, und auch zu Hause habe ich schon kleine Dosen und Untersetzer gemacht. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich an der Drehbank einen Griff drehen und Oberflächen schleifen. Die ruhige, genaue Arbeit hat mir sehr gefallen. Ihre Werkstatt spricht mich an, weil [Grund]. Gerne zeige ich Ihnen in einem Gespräch, was ich schon gemacht habe. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Wähle die Fachrichtung, die der Betrieb anbietet, und erzähl von einem eigenen Holzstück, das du gemacht hast.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Holzhandwerker
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Welche Fachrichtung interessiert dich mehr, Drechslerei oder Weissküferei? Tipp: Zeig, dass du den Unterschied kennst: runde Teile an der Drehbank gegenüber Holzgefässen und Kübeln. Begründe deine Wahl mit einem Erlebnis aus der Schnupperlehre.
- Hast du schon einmal selbst etwas aus Holz gemacht? Tipp: Erzähl von einem konkreten Stück, etwa einem Brett aus dem Werken oder einer kleinen Schale, und wie du dabei vorgegangen bist.
- Unser Beruf ist klein, und nicht jeder findet danach sofort eine Stelle. Was denkst du darüber? Tipp: Zeig, dass du dich informiert hast. Sag, dass du offen für eine Zusatzlehre bist oder dir vorstellen kannst, später ein eigenes Angebot aufzubauen.
- Wie würdest du einer Kundin erklären, welches Holz sich für eine Salatschüssel eignet? Tipp: Du musst nicht alles wissen. Zeig, dass du an Härte, Geruch und Pflege denkst und gern nachfragst, um gut zu beraten.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Holzhandwerker/in EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Holzhandwerker/in EFZ?
Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Holzhandwerker/in EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Zeichnen und Rechnen helfen dir bei Skizzen und Offerten.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Holzhandwerker/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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