Als Florist oder Floristin EBA bindest du Sträusse, steckst Gestecke und sorgst dafür, dass Blumen und Pflanzen frisch und schön bleiben. Du arbeitest im Blumengeschäft oder in einer Filiale, etwa am Bahnhof oder im Spital, zusammen mit Floristinnen und Floristen EFZ.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich binde Blumensträusse und Gestecke, so schöne wie der, den du zum Geburtstag bekommen hast.“
Das hörst du im Job ständig
Für welchen Anlass darf der Strauss sein?
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Berufsattest (EBA)
- Dauer2 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule, einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Du solltest Farben sicher unterscheiden können.
- BerufsmaturitätNach der Lehre möglich (BM2)
- BerufsfeldNatur, Tiere und Landwirtschaft
Was du in der Lehre machst
Am Morgen packst du frische Ware aus, schneidest Stiele an, stellst Blumen ins Wasser und richtest den Laden schön ein. Du giesst und pflegst Topf- und Balkonpflanzen und achtest auf Schädlinge. Für Kundinnen und Kunden bindest du Sträusse nach ihren Wünschen, berätst zur Pflege, verpackst alles hübsch und kassierst. Für Hochzeiten, Geburtstage oder Beerdigungen hilfst du bei Gestecken und Kränzen mit, dekorierst mit Bändern und Kerzen und nimmst Bestellungen am Telefon entgegen.
Wo du später arbeitest
- BlumengeschäftIm Fachgeschäft lernst du das Handwerk von Grund auf.
- Filiale am Bahnhof oder FlughafenHier geht es schnell, und viele Kundinnen und Kunden brauchen spontan einen Strauss.
- GrossverteilerAuch Blumenabteilungen von grossen Detailhändlern bilden aus.
Das solltest du mitbringen
- KreativitätDu hast Freude an Farben und Formen und probierst gern Neues aus.
- Geschickte HändeBinden und Stecken brauchen Fingerspitzengefühl.
- FreundlichkeitDu berätst gern und hast ein Gespür für die Wünsche der Kundschaft.
- AusdauerDu arbeitest viel im Stehen, in kühlen Räumen und vor Festtagen auch länger.
Was du in der Lehre verdienst
Einen gesetzlichen Mindestlohn für die Lehre gibt es in der Schweiz nicht. Den Lohn legt der Lehrvertrag fest, viele Lehrbetriebe richten sich nach der Empfehlung des Berufsverbands. Er steigt mit jedem Lehrjahr und hängt auch von Region und Betrieb ab.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Nach dem Berufsattest kannst du mit einer verkürzten Lehre Florist oder Floristin EFZ werden. Dort lernst du anspruchsvollere Arbeiten und kannst später weitere Weiterbildungen der Branche besuchen.
Wann bewerben als Florist?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Florist
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Floristin EBA ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Blumen machen mir einfach Freude. Zu Hause kümmere ich mich um die Pflanzen auf unserem Balkon, und an Geburtstagen binde ich gern einen kleinen Strauss für meine Familie. Deshalb möchte ich Floristin werden. Zurzeit besuche ich die [Schule]. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Blumen anschneiden, den Laden dekorieren und einen eigenen Strauss binden. Mir hat gefallen, wie froh die Kundinnen und Kunden mit ihren Blumen nach Hause gingen. Ich bin kreativ, freundlich und arbeite sorgfältig. Gern würde ich in Ihrem Geschäft lernen. Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich sehr. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Erzähle von deinem eigenen Erlebnis mit Blumen oder Pflanzen und was dir am Geschäft besonders gefällt.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Florist
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Welche Blumen magst du besonders, und warum? Tipp: Zeige echte Freude an Pflanzen. Nenne deine Lieblingsblume und erzähle, wo du sie gesehen hast, zum Beispiel im Garten der Grosseltern.
- Vor dem Muttertag ist im Geschäft sehr viel los. Wie gehst du damit um? Tipp: Der Betrieb will wissen, ob du auch bei Hochbetrieb freundlich bleibst. Sag, dass du ruhig eins nach dem anderen erledigst und gern länger hilfst.
- Eine Kundin weiss nicht genau, was sie will. Wie berätst du sie? Tipp: Erkläre, dass du nach Anlass, Lieblingsfarben und Budget fragst und ihr ein, zwei Vorschläge zeigst.
- Was hast du schon selbst gestaltet oder dekoriert? Tipp: Bring Fotos mit, etwa von einem Adventskranz, einer Tischdeko oder einer Bastelarbeit. Das zeigt deine Kreativität.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Florist/in EBA
Wie lange dauert die Lehre als Florist/in EBA?
Die Lehre dauert 2 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Florist/in EBA?
Abgeschlossene obligatorische Schule, einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Du solltest Farben sicher unterscheiden können.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Während der Lehre ist das in diesem Beruf eher unüblich. Nach der Lehre kannst du die Berufsmaturität aber nachholen (BM2) und danach an eine Fachhochschule.
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Florist/in EBA, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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