Als Drogist oder Drogistin bist du Ansprechperson für alle, die bei Erkältung, Hautproblemen oder Schlafstörungen einen guten Rat suchen. Du kennst dich mit rezeptfreien Medikamenten, Naturheilmitteln und Kosmetik aus.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich berate die Leute in der Drogerie, wenn sie Halsweh haben oder eine neue Crème suchen, und mische sogar eigene Tees und Salben.“
Das hörst du im Job ständig
Haben Sie etwas gegen Halsweh, aber bitte nichts Starkes?
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer4 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Hilfreich sind gute Leistungen in Biologie, Chemie und Deutsch, einige Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldGesundheit und Soziales
Was du in der Lehre machst
Eine Kundin hat seit Tagen Halsweh, du fragst nach Symptomen und empfiehlst ihr ein passendes Mittel oder schickst sie zur Ärztin, wenn nötig. Im Labor der Drogerie mischst du Teemischungen, rührst Salben an und füllst sie ab. Du berätst zu Pflegeprodukten, Nahrungsergänzungen und Haushaltsmitteln. Daneben kontrollierst du Lieferungen, pflegst das Sortiment und hältst die Regale in Ordnung.
Wo du später arbeitest
- DrogerieDie meisten Drogistinnen und Drogisten arbeiten im direkten Kundenkontakt in einer Drogerie.
- DrogerielaborHier stellst du eigene Produkte wie Tees und Salben her.
- PharmaindustrieNach der Lehre gibt es auch Stellen bei Herstellern und im Aussendienst.
Das solltest du mitbringen
- Interesse an GesundheitDu willst wissen, wie Wirkstoffe und Pflanzen im Körper wirken.
- EinfühlungsvermögenMenschen erzählen dir auch von persönlichen Beschwerden.
- VerantwortungsbewusstseinDu erkennst, wann eine Fachperson aus der Medizin gefragt ist.
- LernfreudeIn vier Jahren eignest du dir viel Fachwissen an.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlung der Berufsverbände pro Monat, veröffentlicht auf berufsberatung.ch. Je nach Region und Lehrbetrieb kann der Lohn abweichen.
| 1. Lehrjahr | CHF 700 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 900 |
| 3. Lehrjahr | CHF 1'100 |
| 4. Lehrjahr | CHF 1'300 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Mit Berufserfahrung kannst du die höhere Fachschule zur Drogistin oder zum Drogisten HF besuchen, die Voraussetzung, um eine eigene Drogerie zu führen. Berufsprüfungen gibt es etwa als Pharma-Spezialistin oder Detailhandelsspezialist. Mit Berufsmaturität ist ein Studium an der Fachhochschule möglich, zum Beispiel in Life Sciences.
Wann bewerben als Drogist?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Drogist
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Drogistin EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Im Garten meiner Grossmutter wachsen Kamille, Salbei und Ringelblumen. Mit ihr habe ich schon Tee getrocknet und eine Ringelblumensalbe gerührt. Seitdem interessiere ich mich dafür, wie Pflanzen und Wirkstoffe dem Körper helfen können. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Biologie und Chemie gehören zu meinen Lieblingsfächern, und ich spreche gerne mit Menschen. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Regale einräumen, im Labor eine Teemischung abfüllen und bei Beratungen zuhören. Beeindruckt hat mich, wie genau die Drogistinnen nachgefragt haben, bevor sie etwas empfahlen. Ihre Drogerie hat ein eigenes Labor und legt viel Wert auf Beratung. Genau das möchte ich in den vier Lehrjahren lernen. Gerne stelle ich mich Ihnen in einem Gespräch oder einer weiteren Schnupperlehre vor. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Erzähl, woher dein Interesse an Gesundheit oder Pflanzen kommt, und beschreibe, was du beim Schnuppern selbst gemacht hast.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Drogist
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Eine Kundin will ein Mittel gegen Kopfweh, das sie schon seit Wochen hat. Was tust du? Tipp: Zeig, dass du nachfragst und weisst, wann jemand zur Ärztin gehört. Der Betrieb will sehen, dass du Verantwortung übernimmst und nicht einfach etwas verkaufst.
- Was interessiert dich mehr, Gesundheit, Schönheit oder Ernährung? Tipp: Sag ehrlich, wo dein Herz schlägt, und zeig Offenheit für alles. Ein Beispiel wie Hautpflege, Sport oder Kräuter im Garten macht es persönlich.
- Die Lehre dauert vier Jahre und verlangt viel Fachwissen. Wie lernst du am besten? Tipp: Erzähl, wie du dich auf Prüfungen vorbereitest, etwa mit Karteikarten oder einer Lerngruppe. Interesse an Biologie und Chemie ist ein Pluspunkt.
- Ein Kunde fragt nach einem Produkt, das du nicht kennst. Wie reagierst du? Tipp: Ehrlich sagen, dass du nachfragst, und eine erfahrene Kollegin beiziehen. Ein falscher Rat kann hier schaden.
- Welche Heilpflanze kennst du, und wofür wird sie gebraucht? Tipp: Nenne zum Beispiel Kamille, Salbei oder Pfefferminze und ihre Wirkung. Das zeigt, dass du dich vorbereitet hast.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Drogist/in EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Drogist/in EFZ?
Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Drogist/in EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Hilfreich sind gute Leistungen in Biologie, Chemie und Deutsch, einige Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest.
Was verdiene ich in der Lehre als Drogist/in EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 700 und im 4. Lehrjahr CHF 1'300 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Drogist/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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