Als Uhrmacher oder Uhrmacherin Produktion baust du mechanische und elektronische Uhren vom Werk bis zum fertigen Stück zusammen. Du kontrollierst die Qualität, überwachst die Produktion und hilfst, Abläufe zu verbessern.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich baue Schweizer Uhren aus Hunderten winziger Teile zusammen und schaue, dass jede einzelne genau richtig geht.“
Das hörst du im Job ständig
Die Gangabweichung ist noch zu gross, nochmals regulieren.
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer3 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Einige Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest. Gutes Sehvermögen, Geduld und technisches Verständnis sind wichtig.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldTechnik, Mechanik und Elektro
Was du in der Lehre machst
Am Anfang lernst du, kleine Teile und Werkzeuge selbst herzustellen: Du sägst, feilst, bohrst, schärfst Stahlmeissel und drehst feine Zapfen an der Drehmaschine. Danach montierst du Uhrwerke, auch mit Zusatzfunktionen wie Kalender oder Chronograf. Du setzt Unruh und Spiralfeder ein und stellst die Schwingung mit einer Messmaschine genau ein. Zum Schluss baust du das Werk ins Gehäuse, setzt Zifferblatt, Zeiger, Glas und Krone ein, prüfst die Dichtheit und montierst das Armband. Wenn eine Uhr nicht läuft, suchst du den Fehler und ersetzt defekte Teile.
Wo du später arbeitest
- UhrenindustrieIn Manufakturen arbeitest du an der Werkbank oder leitest eine Montagelinie.
- UhrenfachgeschäftIm Kundendienst reparierst du Uhren und berätst die Kundschaft.
- Mikro- und MedizintechnikDein Gespür für winzige Teile ist auch hier gefragt.
Das solltest du mitbringen
- FeinmotorikMit Pinzette und Lupe arbeitest du ruhig und sicher.
- GeduldBis eine Uhr auf die Sekunde genau läuft, braucht es viele Versuche.
- Technisches VerständnisDu willst wissen, wie Zahnräder, Federn und Unruh zusammenspielen.
- VerantwortungDu prüfst nicht nur deine Arbeit, sondern auch die des Teams.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 596 bis 894 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 894 bis 1'192 |
| 3. Lehrjahr | CHF 1'192 bis 1'490 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Nach dem EFZ kannst du in einer verkürzten Lehre Uhrmacher oder Uhrmacherin EFZ werden. Berufsprüfungen wie Bereichsleiter Uhrenbranche oder Prozessfachfrau bringen dich weiter, die höhere Fachprüfung macht dich zum Produktionsleiter Industrie. An der höheren Fachschule wirst du Mikrotechnikerin HF, mit der Berufsmaturität steht dir ein Studium in Mikrotechnik offen.
Wann bewerben als Uhrmacher Produktion?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Uhrmacher Produktion
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Uhrmacher Produktion EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrter Herr [Name] Am Tag der offenen Tür einer Uhrenmanufaktur durfte ich durch eine Lupe in ein offenes Uhrwerk schauen. Dass so viele winzige Teile perfekt zusammenspielen, hat mich so beeindruckt, dass ich diesen Beruf lernen möchte. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Mathematik und Werken gehören zu meinen Lieblingsfächern, und in meiner Freizeit baue ich gern Modelle. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich mit der Pinzette Teile einsetzen und an der Drehmaschine einen kleinen Zapfen bearbeiten. Ich habe gemerkt, dass mir die ruhige und genaue Arbeit liegt. Ihr Betrieb ist für [Marke oder Produkt] bekannt, und ich würde sehr gern bei Ihnen lernen. Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze den Tag der offenen Tür durch dein eigenes Erlebnis und schreib, wofür der Betrieb bekannt ist.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Uhrmacher Produktion
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Was weisst du darüber, wie eine mechanische Uhr funktioniert? Tipp: Du musst kein Profi sein. Erkläre in einfachen Worten, dass eine Feder die Energie liefert und die Unruh den Takt vorgibt. Das zeigt, dass du dich vorbereitet hast.
- Wie gehst du vor, wenn eine Uhr nach der Montage nicht läuft? Tipp: Beschreibe ein systematisches Vorgehen: Schritt für Schritt prüfen, nicht raten, und bei Unsicherheit fragen.
- Hast du schon einmal etwas sehr Kleines gebaut oder repariert? Tipp: Ein Modellbausatz, ein Schmuckstück oder ein repariertes Handy sind gute Beispiele. Erzähle, wie du die Geduld behalten hast.
- Später überwachst du auch die Arbeit anderer. Wie würdest du einer Kollegin einen Fehler mitteilen? Tipp: Zeig, dass du respektvoll bleibst: Fehler sachlich ansprechen, gemeinsam die Ursache suchen und helfen, ihn zu beheben.
- Warum möchtest du gerade in der Uhrenindustrie arbeiten? Tipp: Erzähl von deinem persönlichen Bezug, etwa einer Uhr in der Familie oder einem Besuch in einer Manufaktur, und zeig, dass dich Präzision begeistert.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Uhrmacher/in Produktion EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Uhrmacher/in Produktion EFZ?
Die Lehre dauert 3 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Uhrmacher/in Produktion EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest. Gutes Sehvermögen, Geduld und technisches Verständnis sind wichtig.
Was verdiene ich in der Lehre als Uhrmacher/in Produktion EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 596 bis 894 und im 3. Lehrjahr CHF 1'192 bis 1'490 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Uhrmacher/in Produktion EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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