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Lehrberufe

Lehre als Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ

Als Medizinische Praxisassistentin oder Medizinischer Praxisassistent, kurz MPA, bist du die rechte Hand der Ärztin in der Praxis. Du arbeitest am Empfang, im Labor und im Röntgenraum und hast täglich mit vielen Menschen zu tun.

  • 3 Jahre
  • EFZ
  • 1. Lehrjahr: CHF 400 bis 700

So erklärst du’s deinem Grosi

„Ich arbeite in der Arztpraxis, nehme Blut, mache Röntgenbilder und sorge dafür, dass du beim Doktor nicht zu lange warten musst.“

Das hörst du im Job ständig

Es sticht nur ganz kurz, versprochen.

Auf einen Blick

  • AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
  • Dauer3 Jahre
  • LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
  • SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Hilfreich sind gute Leistungen in Biologie, Chemie, Deutsch und Fremdsprachen.
  • BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
  • BerufsfeldGesundheit und Soziales

Was du in der Lehre machst

Am Morgen nimmst du Anrufe entgegen, vergibst Termine und begrüsst die ersten Patientinnen und Patienten. Danach nimmst du Blut, analysierst Proben im Praxislabor und schreibst ein EKG. Bei einem verstauchten Fuss machst du das Röntgenbild und legst später einen Verband an. Zwischendurch erledigst du die Abrechnung mit den Krankenkassen und hältst Instrumente und Räume steril und sauber.

Wo du später arbeitest

  • HausarztpraxisHier ist kein Tag wie der andere, vom Kind bis zur Seniorin.
  • GemeinschaftspraxisIm grösseren Team arbeitest du mit mehreren Ärztinnen und Ärzten.
  • SpezialarztpraxisDu lernst die Untersuchungen eines Fachgebiets besonders genau kennen.
  • SpitalAuch Ambulatorien von Spitälern beschäftigen MPA.

Das solltest du mitbringen

  • OrganisationstalentTelefon, Wartezimmer und Labor hast du gleichzeitig im Blick.
  • EinfühlungsvermögenDu beruhigst nervöse Patientinnen und Patienten.
  • Kein Problem mit BlutSpritzen und Wunden machen dir nichts aus.
  • DiskretionWas in der Praxis besprochen wird, bleibt dort.

Was du in der Lehre verdienst

Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.

Lehrlingslohn Medizinische Praxisassistentin EFZ
1. LehrjahrCHF 400 bis 700
2. LehrjahrCHF 900 bis 1'045
3. LehrjahrCHF 1'200 bis 1'485

Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.

Nach der Lehre

Mit der Berufsprüfung wirst du Medizinische Praxiskoordinatorin oder Praxiskoordinator und übernimmst mehr Verantwortung in Praxisführung oder Patientenbetreuung. Auch höhere Fachschulen in Pflege, Operationstechnik oder Rettungssanität stehen dir offen. Mit Berufsmaturität kannst du an einer Fachhochschule zum Beispiel Physiotherapie oder Medizintechnik studieren.

Wann bewerben als Medizinische Praxisassistentin?

Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.

  • In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
  • Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
  • Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.

Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.

Offene Lehrstellen bei Jimmy ansehen

Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Medizinische Praxisassistentin

Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.

Muster-Motivationsschreiben Medizinische Praxisassistentin
Bewerbung um eine Lehrstelle als Medizinische Praxisassistentin EFZ ab August [Jahr]

Sehr geehrte Frau [Name]

Als ich mir beim Volleyball den Finger gebrochen habe, hat mich die Praxisassistentin unserer Hausärztin geröntgt und den Finger geschient. Sie war gleichzeitig am Telefon, am Röntgengerät und bei den Patienten, und trotzdem blieb sie ruhig und freundlich. Genau diese Vielfalt reizt mich an diesem Beruf.

Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Biologie und Mathematik liegen mir, und ich arbeite gerne organisiert. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Termine im Computer eintragen, bei einer Blutentnahme zuschauen und im Labor eine Urinprobe auswerten. Besonders gefallen hat mir der Kontakt mit den Patientinnen und Patienten.

Ihre Praxis betreut viele Familien und hat ein eigenes Labor. Gerne zeige ich Ihnen in einem Gespräch oder einer weiteren Schnupperlehre, dass ich zuverlässig und diskret bin.

Freundliche Grüsse

[Vorname Nachname]

Das passt du an: Ersetze den gebrochenen Finger durch dein eigenes Erlebnis und nenne, was du beim Schnuppern wirklich gemacht hast.

Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Medizinische Praxisassistentin

Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.

  1. Kannst du Blut sehen, ohne dass dir schlecht wird? Tipp: Sei ehrlich und erzähl, wie es dir beim Schnuppern ging, als du bei einer Blutentnahme zugeschaut hast.
  2. Das Telefon klingelt, das Wartezimmer ist voll, und ein Patient hat starke Schmerzen. Was machst du zuerst? Tipp: Zeig, dass du Prioritäten setzt: Notfälle gehen vor, dann der Rest. Der Betrieb sucht Ruhe und Organisationstalent.
  3. Warum ist die Schweigepflicht in der Praxis so wichtig? Tipp: Sag, dass du über Patientinnen und Patienten mit niemandem sprichst, auch nicht zu Hause. Diskretion ist Pflicht.
  4. Was interessiert dich mehr, das Labor, das Röntgen oder die Administration? Tipp: Nenne, was dir beim Schnuppern am meisten gefallen hat, und zeig, dass du alle Bereiche lernen willst.
  5. Wie beruhigst du ein Kind, das Angst vor der Spritze hat? Tipp: Erzähl eine Idee, etwa ablenken, ehrlich erklären und loben. Wenn du kleine Geschwister hast oder babysittest, ist das ein gutes Beispiel.

Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.

Häufige Fragen zur Lehre als Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ

Wie lange dauert die Lehre als Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ?

Die Lehre dauert 3 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.

Welche Schule brauche ich für die Lehre als Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ?

Abgeschlossene obligatorische Schule. Hilfreich sind gute Leistungen in Biologie, Chemie, Deutsch und Fremdsprachen.

Was verdiene ich in der Lehre als Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ?

Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 400 bis 700 und im 3. Lehrjahr CHF 1'200 bis 1'485 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?

Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).

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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.

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