Als Medientechnologe oder Medientechnologin EFZ lernst du in einer der Fachrichtungen Print, Printmediatechnik oder Siebdruck. Du sorgst dafür, dass Zeitungen, Plakate, Verpackungen und Broschüren in guter Qualität aus der Maschine kommen.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich stelle grosse Druckmaschinen so ein, dass Zeitschriften, Verpackungen und Plakate in genau den richtigen Farben herauskommen.“
Das hörst du im Job ständig
Das Cyan ist noch zu schwach, bitte nachregeln.
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer4 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Manche Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest. Gutes Farbsehen und technisches Verständnis sind wichtig.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldGestaltung und Druck
Was du in der Lehre machst
Zu Schichtbeginn schaust du, welche Aufträge anstehen, und holst Papier oder Karton aus dem Lager. Du richtest die Druckmaschine ein, stellst Farben ein und machst die ersten Probebogen. Während die Maschine läuft, kontrollierst du Farbe und Passer und greifst ein, wenn etwas nicht stimmt. Danach reinigst du die Anlage und machst die fertigen Produkte für den Versand bereit.
Wo du später arbeitest
- Grosse DruckereiHier arbeitest du an grossen Offset- oder Digitaldruckanlagen.
- SiebdruckereiDu bedruckst Textilien, Glas oder sogar dreidimensionale Objekte.
- Kleiner DruckbetriebDu erlebst den ganzen Ablauf vom Auftrag bis zur Auslieferung.
- Copy Shop und DienstleistungszentrumPersonalisierte Drucksachen entstehen schnell und in kleiner Auflage.
Das solltest du mitbringen
- Technisches VerständnisDu willst wissen, wie eine Maschine funktioniert.
- SorgfaltEin kleiner Farbfehler fällt dir auf, bevor tausend Exemplare gedruckt sind.
- LärmtoleranzIn der Halle läuft es laut, und das stört dich nicht.
- Gutes FarbsehenDu erkennst feine Unterschiede bei Farbtönen.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 600 bis 750 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 750 bis 900 |
| 3. Lehrjahr | CHF 900 bis 1'100 |
| 4. Lehrjahr | CHF 1'050 bis 1'500 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Mit einer Berufsprüfung, etwa als Betriebsfachmann Druck- und Verpackungstechnologie, übernimmst du mehr Verantwortung in der Produktion. Die höhere Fachprüfung als Publikationsmanager oder eine höhere Fachschule für Medien sind weitere Schritte. Mit Berufsmaturität kannst du an einer Fachhochschule Media Engineering studieren.
Wann bewerben als Medientechnologe?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Medientechnologe
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Medientechnologe/-technologin EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Bei einem Besuch in einer Druckerei mit meiner Klasse stand ich zum ersten Mal neben einer riesigen Druckmaschine. Dass jemand mit wenigen Handgriffen die Farben für Tausende Bogen einstellt, hat mich beeindruckt, und seither interessiere ich mich für diesen Beruf. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. In Mathematik und Natur und Technik habe ich gute Noten, und in meiner Freizeit repariere ich gern Velos. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich beim Einrichten der Maschine helfen, Probebogen kontrollieren und Papier für den nächsten Auftrag bereitstellen. Die Arbeit an der Maschine im Team hat mir sehr gefallen. Ihr Betrieb interessiert mich, weil Sie [Grund, zum Beispiel: Verpackungen und Zeitschriften drucken]. Gerne zeige ich Ihnen in einer weiteren Schnupperlehre oder in einem Gespräch, dass ich zuverlässig und genau arbeite. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze den Klassenbesuch durch dein eigenes Erlebnis und nenne, was der Betrieb konkret druckt.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Medientechnologe
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Was tust du, wenn die Farbe auf dem Probebogen nicht stimmt? Tipp: Zeig, dass du ruhig und genau vorgehst: Bogen mit der Vorlage vergleichen, eine Einstellung ändern, neu prüfen. Erzähl, was du dazu in der Schnupperlehre gesehen hast.
- Kannst du dir vorstellen, im Schichtbetrieb zu arbeiten? Tipp: In vielen Druckereien laufen die Maschinen früh und spät. Antworte ehrlich und zeig, dass du verlässlich bist, etwa mit frühem Training oder einem Zeitungsjob.
- Wie gehst du mit Lärm und langem Stehen um? Tipp: Der Betrieb will wissen, ob du es dir zutraust. Erzähl, wie es dir in der Schnupperlehre an der Maschine ergangen ist, und dass Gehörschutz für dich selbstverständlich ist.
- Hast du schon einmal an einem Gerät oder Velo selbst etwas repariert? Tipp: Technisches Verständnis ist wichtig. Ein Beispiel wie eine Velokette wechseln oder einen Drucker zu Hause wieder in Gang bringen zeigt, dass du anpackst.
- Warum ist Sauberkeit an der Druckmaschine so wichtig? Tipp: Eine gute Antwort: Schon ein kleiner Fleck oder Staub kann eine ganze Auflage verderben. Zeig, dass du ordentlich arbeitest.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Medientechnologe/-technologin EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Medientechnologe/-technologin EFZ?
Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Medientechnologe/-technologin EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Manche Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest. Gutes Farbsehen und technisches Verständnis sind wichtig.
Was verdiene ich in der Lehre als Medientechnologe/-technologin EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 600 bis 750 und im 4. Lehrjahr CHF 1'050 bis 1'500 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Medientechnologe/-login EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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