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Lehrberufe

Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA

Lüftungsanlagenpraktikerinnen und Lüftungsanlagenpraktiker sorgen mit dafür, dass in Wohnungen, Schulen und Büros frische Luft ankommt. Sie stellen Luftleitungen in der Werkstatt her und bauen sie zusammen mit Lüftungsanlagenbauern auf der Baustelle ein.

  • 2 Jahre
  • EBA
  • 1. Lehrjahr: CHF 700

So erklärst du’s deinem Grosi

„Ich baue die Rohre aus Blech, die frische Luft in Schulhäuser und Wohnungen bringen und die verbrauchte Luft wieder hinaus.“

Das hörst du im Job ständig

Halt mal das Rohr, ich schraube oben fest!

Auf einen Blick

  • AbschlussEidgenössisches Berufsattest (EBA)
  • Dauer2 Jahre
  • LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
  • SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Ein gutes Auge für Masse und Freude an Arbeit mit Blech zählen mehr als Spitzennoten.
  • BerufsmaturitätNach der Lehre möglich (BM2)
  • BerufsfeldBau und Gebäudetechnik

Was du in der Lehre machst

In der Werkstatt schneidest du Blech zu, biegst es in Form und setzt daraus Rohre, Bögen und Schalldämpfer zusammen. Dabei lernst du auch, einfache CNC-Maschinen zu bedienen. Auf der Baustelle schaust du mit deiner vorgesetzten Person auf den Plan, wo welches Teil hinkommt, und hilfst beim Montieren. Du dichtest Durchbrüche in Wänden ab, setzt Luftauslässe ein und baust im Team alte Anlagen zurück.

Wo du später arbeitest

  • LüftungsbetriebKleine und mittlere Firmen für Lüftung und Klima bilden die meisten Lernenden aus.
  • WerkstattHier entstehen die Luftleitungen und Formstücke, bevor sie auf die Baustelle gehen.
  • BaustelleVom Neubau bis zur Sanierung montierst du die Teile direkt im Gebäude.
  • GebäudetechnikfirmaAuch Betriebe für Heizung, Lüftung und Sanitär suchen Leute mit deinem Können.

Das solltest du mitbringen

  • Handwerkliches GeschickDu arbeitest gern mit Werkzeug und Material und siehst gern, was du gebaut hast.
  • Räumliches DenkenDu kannst dir vorstellen, wie eine Leitung durch Decken und Wände läuft.
  • TeamgeistAuf der Baustelle arbeitest du eng mit anderen Fachleuten zusammen.
  • AusdauerTragen, Montieren und Stehen auf der Leiter gehören zum Alltag.

Was du in der Lehre verdienst

Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.

Lehrlingslohn Lüftungsanlagenpraktiker EBA
1. LehrjahrCHF 700
2. LehrjahrCHF 900

Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.

Nach der Lehre

Mit dem EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Lüftungsanlagenbauer/in EFZ anhängen. Dort lernst du, Anlagen selbstständig zu planen und zu montieren. Kurse des Verbands suissetec, etwa zur Energieeffizienz in Gebäuden, bringen dich zusätzlich weiter.

Wann bewerben als Lüftungsanlagenpraktiker?

Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.

  • In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
  • Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
  • Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.

Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.

Offene Lehrstellen bei Jimmy ansehen

Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker

Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.

Muster-Motivationsschreiben Lüftungsanlagenpraktiker
Bewerbung um eine Lehrstelle als Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA ab August [Jahr]

Sehr geehrter Herr [Name]

Ich arbeite gern mit den Händen und möchte am Ende des Tages sehen, was ich gebaut habe. Darum interessiere ich mich für die Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker EBA.

Zurzeit besuche ich die [Schule]. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich in der Werkstatt Blech zuschneiden und Formstücke zusammenstecken. Auf der Baustelle habe ich gesehen, wie viele Leitungen hinter einer Decke versteckt sind. Das hat mich beeindruckt, und ich habe gemerkt, dass mir die Arbeit im Team gefällt.

Ihr Betrieb spricht mich an, weil Sie [Grund, zum Beispiel Neubauten und Sanierungen in der Region]. Ich bin pünktlich, packe gern an und lerne schnell dazu. Über eine Einladung zu einem Gespräch oder einer weiteren Schnupperlehre freue ich mich sehr.

Freundliche Grüsse

[Vorname Nachname]

Das passt du an: Beschreibe, was du in deiner eigenen Schnupperlehre gemacht hast, und schreib, an welchen Projekten der Betrieb arbeitet.

Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Lüftungsanlagenpraktiker

Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.

  1. Weisst du, wozu ein Gebäude eine Lüftungsanlage braucht? Tipp: Zeig, dass du dich informiert hast: Die Anlage bringt frische Luft herein, nimmt Feuchtigkeit und schlechte Luft hinaus und spart oft Energie. Ein Beispiel aus deinem Schulhaus oder der Schnupperlehre macht es greifbar.
  2. Arbeitest du lieber in der Werkstatt oder auf der Baustelle? Tipp: Beides gehört dazu, darum zeig Freude an beidem. Erzähl zum Beispiel, dass dir das genaue Arbeiten an der Abkantbank gefallen hat und auf der Baustelle der Moment, wenn alles zusammenpasst.
  3. Hast du Mühe mit Höhe, Lärm oder schwerem Tragen? Tipp: Sei ehrlich. Der Betrieb will wissen, ob du dich auf Leitern und Gerüsten sicher fühlst und ob du Schutzausrüstung wie Helm und Gehörschutz konsequent trägst.
  4. Was machst du, wenn ein Teil nicht genau auf das Mass passt? Tipp: Wichtig ist, dass du nicht mit Gewalt nachhilfst. Sag, dass du nochmals misst, deine vorgesetzte Person fragst und gemeinsam eine Lösung suchst.

Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.

Häufige Fragen zur Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA

Wie lange dauert die Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA?

Die Lehre dauert 2 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.

Welche Schule brauche ich für die Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA?

Abgeschlossene obligatorische Schule. Ein gutes Auge für Masse und Freude an Arbeit mit Blech zählen mehr als Spitzennoten.

Was verdiene ich in der Lehre als Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA?

Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 700 und im 2. Lehrjahr CHF 900 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?

Während der Lehre ist das in diesem Beruf eher unüblich. Nach der Lehre kannst du die Berufsmaturität aber nachholen (BM2) und danach an eine Fachhochschule.

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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Lüftungsanlagenpraktiker/in EBA, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.

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