Kunststoffpraktikerinnen und Kunststoffpraktiker stellen Produkte aus Kunststoff her, von Verpackungen über Haushaltsgeräte bis zu Teilen für Autos und Flugzeuge. Sie bereiten die Produktion vor, überwachen die Maschinen und prüfen die Qualität.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich bediene Maschinen, die aus Kunststoff Dinge wie Becher, Spielzeug oder Autoteile machen, und schaue, dass jedes Teil gut ist.“
Das hörst du im Job ständig
Nimm eine Probe, die Farbe stimmt nicht ganz!
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Berufsattest (EBA)
- Dauer2 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Interesse an Maschinen und Technik ist wichtiger als Noten.
- BerufsmaturitätNach der Lehre möglich (BM2)
- BerufsfeldTechnik, Mechanik und Elektro
Was du in der Lehre machst
Du wählst das Rohmaterial aus, mischst es mit Zusatzstoffen und richtest Maschine und Werkzeug ein. Nach Anweisung startest du die Anlage und stellst Druck, Temperatur und Geschwindigkeit ein, zum Beispiel für Spritzguss, 3D-Druck, Laminieren oder Schweissen. Während der Produktion nimmst du Proben und prüfst Mass, Farbe und Festigkeit. Du verpackst die fertigen Teile, dokumentierst die Qualität, entsorgst Abfälle richtig und hilfst beim Bau von Kunststoffteilen für die eigenen Anlagen.
Wo du später arbeitest
- VerpackungsindustrieBecher, Flaschen und Folien entstehen in grossen Mengen.
- MedizinprodukteHier zählt höchste Sauberkeit und Genauigkeit.
- Bau und SportDu stellst Baumaterialien oder Teile für Sportartikel her.
- FahrzeugteileAuch Autos und Flugzeuge brauchen viele Teile aus Kunststoff.
Das solltest du mitbringen
- Interesse an MaschinenDu findest es spannend, wie eine Anlage Teil für Teil produziert.
- SorgfaltDu merkst, wenn ein Teil nicht stimmt, und meldest es.
- RobustheitLärm, Wärme und Gerüche in der Halle stören dich nicht.
- FlexibilitätIn vielen Betrieben arbeitest du im Schichtbetrieb.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 650 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 840 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Nach dem EBA kannst du in der Regel eine verkürzte Lehre als Kunststofftechnologin oder Kunststofftechnologe EFZ machen. Kurse von KUNSTSTOFF.swiss helfen dir, dein Wissen zu vertiefen. Damit stehen dir später auch weitere Stufen in der Produktion offen.
Wann bewerben als Kunststoffpraktiker?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Kunststoffpraktiker
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Kunststoffpraktiker EBA ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Mich interessiert, wie Dinge hergestellt werden, die wir jeden Tag benutzen. Als ich in der Schule einen 3D-Drucker ausprobieren durfte, war ich begeistert, wie aus Kunststoff Schicht für Schicht ein Gegenstand entsteht. Zurzeit besuche ich die [Schule] in [Ort]. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich an einer Spritzgussmaschine mitarbeiten, Teile kontrollieren und verpacken. Mir hat gefallen, dass man genau hinschauen muss und Verantwortung für die Qualität trägt. Ich bin zuverlässig, arbeite sorgfältig und lerne gern Neues. Gerne zeige ich Ihnen in einem Gespräch oder einer weiteren Schnupperlehre, dass ich gut in Ihr Team passe. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze das Erlebnis mit dem 3D-Drucker durch deine eigene Geschichte und nenne, was der Betrieb herstellt.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Kunststoffpraktiker
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Welche Gegenstände aus Kunststoff hast du heute schon benutzt? Tipp: Zähl einige auf, zum Beispiel Zahnbürste, Handyhülle oder Trinkflasche. So zeigst du, dass du den Beruf mit dem Alltag verbindest.
- Wie stehst du zu Schichtarbeit? Tipp: Sei ehrlich und zeig, dass du dich darauf einstellen kannst, etwa weil du gut organisiert bist.
- Ein Teil aus der Maschine sieht anders aus als sonst. Was machst du? Tipp: Die richtige Antwort: sofort melden und nicht einfach weiterproduzieren. Zeig, dass dir Qualität wichtig ist.
- Was denkst du über Recycling von Kunststoff? Tipp: Zeig, dass du dir Gedanken machst: Abfälle trennen, Material wiederverwenden und sorgfältig mit Rohstoffen umgehen.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Kunststoffpraktiker/in EBA
Wie lange dauert die Lehre als Kunststoffpraktiker/in EBA?
Die Lehre dauert 2 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Kunststoffpraktiker/in EBA?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Interesse an Maschinen und Technik ist wichtiger als Noten.
Was verdiene ich in der Lehre als Kunststoffpraktiker/in EBA?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 650 und im 2. Lehrjahr CHF 840 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Während der Lehre ist das in diesem Beruf eher unüblich. Nach der Lehre kannst du die Berufsmaturität aber nachholen (BM2) und danach an eine Fachhochschule.
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Kunststoffpraktiker/in EBA, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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