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Lehrberufe

Lehre als Holzindustriefachmann/-frau EFZ

Holzindustriefachleute verwandeln Baumstämme in Bretter, Balken, Latten und Platten für Bau und Industrie. Sie arbeiten in Sägereien und Hobelwerken, steuern grosse Anlagen und kennen jede Holzart genau.

  • 3 Jahre
  • EFZ
  • 1. Lehrjahr: CHF 750

So erklärst du’s deinem Grosi

„Ich mache aus ganzen Baumstämmen Bretter und Balken, aus denen dann Häuser und Möbel gebaut werden.“

Das hörst du im Job ständig

Der nächste Stamm ist Lärche, stell die Säge um!

Auf einen Blick

  • AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
  • Dauer3 Jahre
  • LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
  • SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Ein Flair für Zahlen hilft dir beim Berechnen von Holzmengen und Massen.
  • BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
  • BerufsfeldHandwerk

Was du in der Lehre machst

Wenn ein Lastwagen mit Rundholz ankommt, beurteilst du die Qualität der Stämme und bewegst sie mit Kran oder Stapler. An der Sägeanlage stellst du ein, welches Produkt entstehen soll, und überwachst den Zuschnitt. Danach trocknest du das Holz, schützt es vor Schädlingen und verarbeitest es mit automatischen Maschinen weiter, zum Beispiel zu Leisten oder Schichtholzplatten. Aus Resten werden Pellets oder Briketts, und zwischendurch wartest du Maschinen und wechselst Sägeblätter.

Wo du später arbeitest

  • SägereiHier wird aus dem Baumstamm Schnittholz, oft am Dorfrand oder auf dem Land.
  • HobelwerkDu machst aus rohem Schnittholz glatte, massgenaue Produkte.
  • Holzwerkstoff-IndustrieIn grossen Betrieben entstehen Platten, Leimholz und weitere Bauteile.
  • Lager und VerladDu lagerst Holz richtig, erstellst Lieferscheine und belädst Fahrzeuge.

Das solltest du mitbringen

  • Interesse an TechnikGrosse, computergesteuerte Anlagen faszinieren dich.
  • RobustheitLärm, Staub und Arbeit draussen machen dir wenig aus.
  • Räumliches DenkenDu siehst, wie sich ein Stamm am besten zerlegen lässt.
  • VerantwortungsgefühlBeim Bedienen von Kranen und Maschinen hältst du dich strikt an die Sicherheitsregeln.

Was du in der Lehre verdienst

Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.

Lehrlingslohn Holzindustriefachmann EFZ
1. LehrjahrCHF 750
2. LehrjahrCHF 1'000
3. LehrjahrCHF 1'350

Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.

Nach der Lehre

Mit der Berufsprüfung wirst du Holzfachspezialistin oder Holzfachspezialist. An der höheren Fachschule kannst du Holztechnikerin oder Holztechniker HF in der Holzindustrie werden. Mit der Berufsmaturität stehen dir an der Fachhochschule Holztechnik oder Waldwissenschaften offen, und mit Erfahrung übernimmst du die Leitung eines Teams oder einer ganzen Sägerei.

Wann bewerben als Holzindustriefachmann?

Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.

  • In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
  • Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
  • Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.

Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.

Offene Lehrstellen bei Jimmy ansehen

Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Holzindustriefachmann

Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.

Muster-Motivationsschreiben Holzindustriefachmann
Bewerbung um eine Lehrstelle als Holzindustriefachmann EFZ ab August [Jahr]

Sehr geehrter Herr [Name]

In unserem Dorf gibt es eine Sägerei, an der ich jeden Tag auf dem Schulweg vorbeikomme. Der Geruch von frischem Holz und die riesigen Stammlager haben mich schon als Kind fasziniert. Heute weiss ich, dass ich genau in diesem Bereich arbeiten möchte.

Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Mathematik liegt mir, und ich arbeite gern mit Maschinen. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich beim Sortieren von Schnittholz helfen und zuschauen, wie die Sägeanlage gesteuert wird. Besonders spannend fand ich, wie genau berechnet wird, wie ein Stamm am besten aufgeteilt wird.

Ihr Betrieb verarbeitet Holz aus der Region, und das finde ich sinnvoll. Gerne stelle ich mich Ihnen in einem Gespräch persönlich vor.

Freundliche Grüsse

[Vorname Nachname]

Das passt du an: Ersetze die Sägerei im Dorf durch deinen eigenen Bezug zu Holz und schreib, was dich an diesem Betrieb wirklich überzeugt.

Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Holzindustriefachmann

Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.

  1. Was passiert mit einem Baumstamm, bis daraus ein Brett wird? Tipp: Zeig, dass du den Ablauf kennst: entrinden, sägen, trocknen, eventuell hobeln. Erzähl, welchen Schritt du in der Schnupperlehre am spannendsten fandest.
  2. Du arbeitest oft draussen und in lauten Hallen. Passt das zu dir? Tipp: Sei ehrlich. Sag, dass du lieber in Bewegung bist als am Pult und dass dich Gehörschutz und Arbeitskleidung nicht stören.
  3. Wie wichtig ist dir der Umgang mit Maschinen und Computern? Tipp: Moderne Sägewerke sind stark automatisiert. Zeig, dass du Technik spannend findest und gern lernst, wie man eine Anlage steuert und Störungen behebt.
  4. Warum ist Holz ein Material mit Zukunft? Tipp: Erwähne, dass Holz nachwächst, CO2 speichert und im Bau immer gefragter ist. So zeigst du, dass du dir Gedanken über den Beruf gemacht hast.

Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.

Häufige Fragen zur Lehre als Holzindustriefachmann/-frau EFZ

Wie lange dauert die Lehre als Holzindustriefachmann/-frau EFZ?

Die Lehre dauert 3 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.

Welche Schule brauche ich für die Lehre als Holzindustriefachmann/-frau EFZ?

Abgeschlossene obligatorische Schule. Einige Betriebe verlangen einen Eignungstest. Ein Flair für Zahlen hilft dir beim Berechnen von Holzmengen und Massen.

Was verdiene ich in der Lehre als Holzindustriefachmann/-frau EFZ?

Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 750 und im 3. Lehrjahr CHF 1'350 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?

Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).

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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Holzindustriefachmann/-frau EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.

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