Als Grundbaupraktiker oder Grundbaupraktikerin hilfst du mit, den Boden für Bauwerke stabil und sicher zu machen. Du arbeitest im Team auf Baustellen in der ganzen Schweiz, mit Bohrgeräten, Baggern und viel Muskelkraft.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich helfe mit, den Boden fest zu machen, bevor ein Haus darauf gebaut wird, damit es nicht absackt.“
Das hörst du im Job ständig
Pumpe an, die Grube läuft voll!
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Berufsattest (EBA)
- Dauer2 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Wichtig sind Freude an Maschinen, körperliche Fitness und Lust auf Arbeit draussen.
- BerufsmaturitätNach der Lehre möglich (BM2)
- BerufsfeldBau und Gebäudetechnik
Was du in der Lehre machst
Du bereitest Material, Werkzeug und Bohrer vor, transportierst alles auf die Baustelle und stellst Zäune, Schilder und Beleuchtung auf. Du hilfst beim Abstecken des Grundstücks und beim Ausheben der Baugrube. Mit dem Team setzt du Pfähle, verbaust Gräben, pumpst Grundwasser ab und verfestigst den Boden mit Zement und Stahlankern. Am Schluss räumst du auf, entsorgst Abfälle richtig, pflegst die Maschinen und schreibst deinen Rapport.
Wo du später arbeitest
- SpezialtiefbaufirmaDiese Firmen sind auf Bohren und Sichern von Baugruben spezialisiert.
- BohrfirmaHier untersuchst und bearbeitest du den Untergrund mit grossen Bohrgeräten.
- Baustellen in der ganzen SchweizDu bist viel unterwegs, vom Mittelland bis in die Berge.
Das solltest du mitbringen
- Kraft und AusdauerDie Arbeit auf der Baustelle ist körperlich streng.
- Freude an MaschinenBohrgeräte und Bagger interessieren dich.
- WetterfestigkeitDu arbeitest draussen, im Sommer wie im Winter.
- ZuverlässigkeitDas Team muss sich auf dich verlassen können, gerade bei der Sicherheit.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 800 bis 1'200 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 1'300 bis 2'000 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Nach dem Berufsattest kannst du mit einer verkürzten Lehre Grundbauer oder Grundbauerin EFZ werden. Infra Suisse und der Schweizerische Baumeisterverband bieten Kurse an, mit denen du dich weiterbildest.
Wann bewerben als Grundbaupraktiker?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Grundbaupraktiker
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Grundbaupraktiker EBA ab August [Jahr] Sehr geehrter Herr [Name] Ich arbeite gern draussen und mit Maschinen. Wenn ich an einer Baustelle vorbeigehe, bleibe ich oft stehen und schaue zu, wie gebohrt und gegraben wird. Deshalb möchte ich Grundbaupraktiker werden. Zurzeit besuche ich die [Schule]. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich Material bereitstellen, beim Absperren der Baustelle helfen und zuschauen, wie eine Baugrube gesichert wird. Das Team war hilfsbereit, und die Arbeit hat mir Spass gemacht. Ich bin pünktlich, zuverlässig und packe gern an. Gern würde ich bei Ihnen lernen. Über eine Einladung zu einem Gespräch freue ich mich sehr. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Schreibe, was du in deiner Schnupperlehre selbst gemacht hast und warum dich dieser Betrieb anspricht.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Grundbaupraktiker
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Warum möchtest du auf dem Bau arbeiten? Tipp: Erzähle, dass du gern draussen bist und mit den Händen arbeitest. Ein Beispiel aus der Schnupperlehre macht deine Antwort glaubwürdig.
- Wie stehst du dazu, viel unterwegs zu sein? Tipp: Zeige, dass du flexibel bist und dich auf wechselnde Baustellen freust.
- Was machst du, wenn du eine Anweisung nicht verstanden hast? Tipp: Der Betrieb will hören, dass du nachfragst, statt zu raten. Auf der Baustelle ist das eine Frage der Sicherheit.
- Wie pünktlich bist du? Tipp: Auf dem Bau geht es früh los. Erkläre, wie du sicherstellst, dass du immer rechtzeitig bereit bist.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Grundbaupraktiker/in EBA
Wie lange dauert die Lehre als Grundbaupraktiker/in EBA?
Die Lehre dauert 2 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Grundbaupraktiker/in EBA?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Wichtig sind Freude an Maschinen, körperliche Fitness und Lust auf Arbeit draussen.
Was verdiene ich in der Lehre als Grundbaupraktiker/in EBA?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 800 bis 1'200 und im 2. Lehrjahr CHF 1'300 bis 2'000 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Während der Lehre ist das in diesem Beruf eher unüblich. Nach der Lehre kannst du die Berufsmaturität aber nachholen (BM2) und danach an eine Fachhochschule.
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Grundbaupraktiker/in EBA, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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