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Lehrberufe

Lehre als Elektroniker/in EFZ

Elektronikerinnen und Elektroniker entwickeln die Schaltungen und die Software, die in Medizingeräten, Fahrzeugen oder Haushaltsgeräten stecken. Sie arbeiten im Labor, in der Werkstatt und am Computer.

  • 4 Jahre
  • EFZ
  • 1. Lehrjahr: CHF 570 bis 615

So erklärst du’s deinem Grosi

„Ich entwickle die kleinen grünen Platinen mit den winzigen Bauteilen, die in fast jedem Gerät stecken, und mache sie zum Laufen.“

Das hörst du im Job ständig

Hast du das schon am Oszilloskop angeschaut?

Auf einen Blick

  • AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
  • Dauer4 Jahre
  • LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
  • SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Starke Leistungen in Mathematik und Physik sind wichtig, Interesse am Programmieren hilft.
  • BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
  • BerufsfeldTechnik, Mechanik und Elektro

Was du in der Lehre machst

Du entwirfst Schaltungen, legst Leiterplatten am Computer an und lötest erste Muster von Hand. Am Messplatz prüfst du mit Oszilloskop und Multimeter, ob die Signale stimmen. Dazu programmierst du Mikrocontroller, damit die Elektronik genau das tut, was sie soll. Jeden Entwicklungsschritt hältst du sauber fest, damit andere später darauf aufbauen können.

Wo du später arbeitest

  • IndustrieDu entwickelst Steuerungen für Maschinen und Messgeräte.
  • MedizintechnikHier entstehen Geräte, auf die sich Ärztinnen und Patienten verlassen.
  • TestlaborsDu prüfst, ob Produkte alle Vorgaben erfüllen.
  • TelekommunikationAuch Netzbetreiber, Flughäfen und Spitäler brauchen Elektronikfachleute.

Das solltest du mitbringen

  • NeugierDu willst wissen, was in einem Gerät passiert, wenn du den Knopf drückst.
  • Mathematisches DenkenFormeln und Berechnungen sind für dich Werkzeuge, keine Hürde.
  • Ruhige HandWinzige Bauteile zu löten, macht dir Freude.
  • AusdauerWenn eine Schaltung nicht funktioniert, suchst du geduldig weiter.

Was du in der Lehre verdienst

Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.

Lehrlingslohn Elektroniker EFZ
1. LehrjahrCHF 570 bis 615
2. LehrjahrCHF 750 bis 815
3. LehrjahrCHF 985 bis 1'065
4. LehrjahrCHF 1'170 bis 1'265

Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.

Nach der Lehre

Nach dem EFZ kannst du dich zum Beispiel zum Automatikfachmann/-frau BP oder ICT-Platform Development Specialist BP weiterbilden. An der höheren Fachschule wirst du Elektrotechniker/in HF oder Systemtechniker/in HF. Mit Berufsmaturität studierst du Elektrotechnik, Informatik oder Mikrotechnik an einer Fachhochschule.

Wann bewerben als Elektroniker?

Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.

  • In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
  • Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
  • Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.

Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.

Offene Lehrstellen bei Jimmy ansehen

Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Elektroniker

Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.

Muster-Motivationsschreiben Elektroniker
Bewerbung um eine Lehrstelle als Elektroniker/in EFZ ab August [Jahr]

Sehr geehrte Frau [Name]

Mit zwölf Jahren habe ich meinen ersten Bausatz gelötet, ein blinkendes Herz aus Leuchtdioden. Dass ein paar Bauteile auf einer Platine so etwas können, hat mich nicht mehr losgelassen. Inzwischen programmiere ich kleine Projekte mit einem Mikrocontroller.

Ich besuche die Sek [Niveau] in [Schule]. Mathematik und Physik gehören zu meinen besten Fächern. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich eine kleine Schaltung bestücken, löten und anschliessend mit dem Multimeter prüfen. Dabei habe ich gelernt, wie wichtig saubere Lötstellen sind.

Ihr Betrieb entwickelt [Produkt], und mich reizt, dass ich bei Ihnen von der Idee über das Layout bis zum Test alles mitbekomme. Ich bin neugierig, arbeite genau und bleibe bei Problemen hartnäckig. Gerne komme ich zu einer Schnupperlehre oder einem Gespräch zu Ihnen.

Freundliche Grüsse

[Vorname Nachname]

Das passt du an: Erzähl von deinem eigenen ersten Elektronikprojekt und schreib, was der Betrieb entwickelt oder herstellt.

Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Elektroniker

Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.

  1. Hast du schon einmal etwas gelötet oder eine Schaltung gebaut? Tipp: Ein Bausatz, ein Arduino oder ein Lötkurs in der Schule ist ein starkes Beispiel. Erzähl, was du gebaut hast und ob es beim ersten Mal funktioniert hat.
  2. Was ist für dich der Unterschied zwischen Strom und Spannung? Tipp: Hier geht es nicht um Perfektion, sondern darum, dass du Physik nicht scheust. Erklär es in eigenen Worten, zum Beispiel mit dem Bild von Wasser in einer Leitung.
  3. Wie gehst du vor, wenn eine Schaltung nicht funktioniert? Tipp: Der Betrieb will systematisches Vorgehen sehen: Stromversorgung prüfen, Lötstellen anschauen, mit dem Multimeter Punkt für Punkt messen.
  4. Interessiert dich eher die Hardware oder das Programmieren? Tipp: Beides gehört zum Beruf. Sag, was dich mehr reizt, und zeig Offenheit für den anderen Teil.
  5. Warum glaubst du, dass du vier Jahre Lehre mit viel Theorie schaffst? Tipp: Zeig, dass du gerne lernst und dranbleibst. Ein Beispiel, wie du dich in ein schwieriges Schulthema reingearbeitet hast, überzeugt.

Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.

Häufige Fragen zur Lehre als Elektroniker/in EFZ

Wie lange dauert die Lehre als Elektroniker/in EFZ?

Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.

Welche Schule brauche ich für die Lehre als Elektroniker/in EFZ?

Abgeschlossene obligatorische Schule. Starke Leistungen in Mathematik und Physik sind wichtig, Interesse am Programmieren hilft.

Was verdiene ich in der Lehre als Elektroniker/in EFZ?

Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 570 bis 615 und im 4. Lehrjahr CHF 1'170 bis 1'265 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.

Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?

Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).

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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Elektroniker/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.

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