Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure bringen den Strom in Häuser, Büros und Fabriken. Ohne sie gäbe es weder Licht noch Ladestation noch Solaranlage auf dem Dach.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich bringe den Strom ins Haus, bis zu jeder Steckdose und jeder Lampe, und sorge dafür, dass er sicher fliesst.“
Das hörst du im Job ständig
Hast du gemessen, ob es wirklich spannungsfrei ist?
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer4 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Gute Leistungen in Mathematik und Physik sind wichtig, einige Lehrbetriebe machen einen Eignungstest.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldTechnik, Mechanik und Elektro
Was du in der Lehre machst
Auf der Baustelle ziehst du Kabel durch Rohre, setzt Steckdosen und Schalter und baust Verteilkästen auf. Du schliesst Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Ladestationen an und nimmst sie in Betrieb. Mit Messgeräten kontrollierst du, ob alles sicher ist, bevor jemand den Schalter drückt. Bei Kundinnen und Kunden zuhause suchst du Störungen und reparierst defekte Installationen.
Wo du später arbeitest
- BaustellenIm Neubau verlegst du die ganze Elektrik vom Keller bis zum Dach.
- Bei der KundschaftIn Wohnungen und Geschäften erneuerst oder reparierst du Installationen, oft auch allein.
- IndustrieGrosse Betriebe beschäftigen eigene Elektrofachleute für ihre Anlagen.
- ElektrizitätswerkeAuch Energieversorger bilden Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure aus.
Das solltest du mitbringen
- Technisches VerständnisDu verstehst, wie Strom fliesst und warum Sicherheit an erster Stelle steht.
- Handwerkliches GeschickBohren, Montieren und Anschliessen gehen dir leicht von der Hand.
- Gutes FarbsehenKabeladern unterscheidest du sicher an ihrer Farbe.
- MobilitätDu bist gern unterwegs und jeden Tag an einem anderen Ort.
Was du in der Lehre verdienst
Lohnempfehlung der Berufsverbände, wie sie berufsberatung.ch im Oktober 2026 zeigt, pro Monat. Je nach Region und Lehrbetrieb kann der Lohn abweichen.
| 1. Lehrjahr | CHF 700 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 900 |
| 3. Lehrjahr | CHF 1'150 |
| 4. Lehrjahr | CHF 1'462 |
Quelle: berufsberatung.ch: Lohnempfehlung Elektroinstallateur/in EFZ. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Mit dem EFZ kannst du dich zum Elektro-Teamleiter oder zur Elektro-Teamleiterin weiterbilden oder die Berufsprüfung als Elektroprojektleiter/in Installation und Sicherheit machen. Darauf baut die höhere Fachprüfung als Elektroinstallations- und Sicherheitsexpertin oder -experte auf, mit der du einen eigenen Betrieb führen kannst. Mit Berufsmaturität studierst du an einer Fachhochschule Elektrotechnik oder Gebäudetechnik.
Wann bewerben als Elektroinstallateur?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Elektroinstallateur
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Elektroinstallateur/in EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrter Herr [Name] Letzten Sommer haben wir auf dem Dach meiner Grosseltern eine Solaranlage bekommen. Ich habe den Elektroinstallateuren zugeschaut und gestaunt, wie viel Planung und Sorgfalt hinter einem einzigen Anschluss steckt. Seither weiss ich, dass ich diesen Beruf lernen möchte. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Physik und Mathematik machen mir Freude, und im Werken arbeite ich gerne mit den Händen. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] durfte ich auf einer Baustelle Rohre verlegen, Kabel einziehen und eine Steckdose montieren. Besonders gefallen hat mir die Abwechslung zwischen Baustelle und Kundschaft. Ihr Betrieb ist in [Ort] bekannt für [Tätigkeit], und ich möchte bei Ihnen lernen, sicher und sauber zu arbeiten. Ich bin zuverlässig, packe gerne an und habe kein Problem mit frühem Aufstehen. Über eine Schnupperlehre oder ein Gespräch bei Ihnen freue ich mich. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze die Solaranlage durch ein eigenes Erlebnis und schreib, wofür der Betrieb in deiner Region bekannt ist.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Elektroinstallateur
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Was machst du als Erstes, bevor du an einer Leitung arbeitest? Tipp: Der Betrieb will hören, dass Sicherheit vorgeht: ausschalten, sichern, nachmessen. Erwähne, dass du das in der Schnupperlehre so gelernt hast.
- Wie geht es dir bei Arbeiten auf der Baustelle, auch bei Kälte oder auf Leitern? Tipp: Zeig, dass dich das nicht abschreckt. Ein Beispiel aus Sport, Pfadi oder Gartenarbeit passt gut.
- Kannst du Farben gut unterscheiden? Tipp: Leiter sind farbig gekennzeichnet, deshalb ist gutes Farbsehen wichtig. Antworte ehrlich.
- Was weisst du über Photovoltaik oder Ladestationen? Tipp: Zeig Interesse an neuen Energien. Vielleicht hat jemand in deiner Familie eine Solaranlage, oder du hast in der Schnupperlehre bei einer Montage zugeschaut.
- Wie verhältst du dich in einer Wohnung bei der Kundschaft? Tipp: Höflich grüssen, Schuhe schützen, sauber arbeiten und aufräumen. Das will ein Betrieb hören.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Elektroinstallateur/in EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Elektroinstallateur/in EFZ?
Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Elektroinstallateur/in EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Gute Leistungen in Mathematik und Physik sind wichtig, einige Lehrbetriebe machen einen Eignungstest.
Was verdiene ich in der Lehre als Elektroinstallateur/in EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 700 und im 4. Lehrjahr CHF 1'462 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Elektroinstallateur/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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