Als Boden-Parkettleger oder Boden-Parkettlegerin EFZ sorgst du dafür, dass man in einem Raum gerne auftritt. Du verlegst Parkett, Teppiche, Linoleum, Kork und andere Beläge in Wohnungen, Schulen und Geschäften.
So erklärst du’s deinem Grosi
„Ich verlege neue Böden aus Holz oder anderen Belägen, schleife und öle sie, damit du barfuss gern darüber läufst.“
Das hörst du im Job ständig
Bitte nicht drauflaufen, der Lack ist noch nass!
Auf einen Blick
- AbschlussEidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
- Dauer3 Jahre
- LernorteLehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse
- SchuleAbgeschlossene obligatorische Schule. Manche Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest. Hilfreich sind Grundkenntnisse in Mathematik.
- BerufsmaturitätWährend der Lehre möglich (BM1) oder danach (BM2)
- BerufsfeldBau und Gebäudetechnik
Was du in der Lehre machst
Beim Kunden zeigst du Muster und hilfst bei der Wahl von Material und Farbe. Auf der Baustelle reisst du den alten Belag heraus und bereitest den Untergrund vor. Danach misst du aus, schneidest zu und verlegst Parkett oder einen elastischen Belag sauber Stück für Stück. Zum Schluss schleifst und versiegelst du den Boden oder ölst ihn.
Wo du später arbeitest
- Fachgeschäft für BodenbelägeDu berätst die Kundschaft und verlegst danach selbst.
- Wohnungen und HäuserDu arbeitest oft in bewohnten Räumen und bei Neubauten.
- Schulen, Hallen und GeschäfteHier verlegst du robuste Spezialböden, etwa für Sport.
Das solltest du mitbringen
- Geschickte HändeDu arbeitest gerne präzise mit Holz und Material.
- FitnessDu arbeitest viel kniend.
- Sinn für GestaltungFarben und Muster sind dir wichtig.
- FreundlichkeitDu bist oft bei der Kundschaft zu Hause.
Was du in der Lehre verdienst
Empfehlungen der Berufsverbände laut berufsberatung.ch, pro Monat.
| 1. Lehrjahr | CHF 850 |
|---|---|
| 2. Lehrjahr | CHF 1'050 |
| 3. Lehrjahr | CHF 1'300 |
Quelle: berufsberatung.ch, Lohnempfehlungen. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Was dir nach Abzügen, Krankenkasse und Abo bleibt, rechnest du im Lohn-Rechner aus.
Nach der Lehre
Du wählst die Fachrichtung Parkett oder textile und elastische Beläge. Nach der Lehre kannst du dich mit der Berufsprüfung als Chefbodenleger oder Bodenbelagsberaterin und der höheren Fachprüfung als Bodenlegermeister weiterbilden. Mit Berufsmaturität stehen dir auch Fachhochschulen offen.
Wann bewerben als Boden-Parkettleger?
Die Lehre beginnt meist im August. Viele Lehrbetriebe schreiben ihre Lehrstellen rund ein Jahr vorher aus und vergeben sie im Herbst und Winter, andere suchen bis in den Sommer.
- In der 2. SekBerufe kennenlernen und Schnupperlehren machen, oft in den Ferien.
- Ab dem Sommer vor der 3. SekLehrstellen suchen und dich bewerben.
- Nach der ZusageLehrvertrag unterschreiben, das Berufsbildungsamt genehmigt ihn.
Deinen ganzen Zeitplan findest du im Ratgeber Lehrstelle finden, alle Schritte in der Lehre-Roadmap.
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Muster-Motivationsschreiben für die Lehre als Boden-Parkettleger
Ein kurzes Muster zum Anpassen. Alles in eckigen Klammern ersetzt du durch deine eigenen Angaben.
Bewerbung um eine Lehrstelle als Boden-Parkettleger/in EFZ ab August [Jahr] Sehr geehrte Frau [Name] Bei uns zu Hause wurde der alte Teppich durch ein Eichenparkett ersetzt. Ich habe gesehen, wie aus vielen einzelnen Brettern ein schöner, warmer Boden wurde, und als er geölt war, roch die ganze Wohnung nach Holz. Seither interessiert mich dieser Beruf. Zurzeit besuche ich die Sek [Niveau] in [Schule]. Im Werken arbeite ich gern genau, und ich bin freundlich im Umgang mit anderen Menschen. In meiner Schnupperlehre bei [Betrieb] habe ich einen alten Belag herausgerissen, den Untergrund vorbereitet und beim Verlegen von Parkett geholfen. Besonders gefallen hat mir der Moment, als wir den fertigen Boden der Kundin zeigten. Ihr Betrieb gefällt mir, weil Sie [Grund, zum Beispiel: Holzböden und moderne Beläge anbieten]. Gerne komme ich zu einer weiteren Schnupperlehre oder zu einem persönlichen Gespräch vorbei. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname]
Das passt du an: Ersetze das neue Parkett zu Hause durch ein eigenes Erlebnis und beschreibe deine eigene Schnupperlehre.
Aufbau und Tipps findest du im Ratgeber Motivationsschreiben für die Lehrstelle.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch als Boden-Parkettleger
Auswendig lernen musst du nichts. Überleg dir aber zu jeder Frage einmal, was du sagen würdest, am besten mit einem Beispiel aus Schule, Schnupperlehre oder Freizeit.
- Wie würdest du eine Kundin beraten, die sich nicht zwischen Parkett und Vinyl entscheiden kann? Tipp: Zeig, dass du Fragen stellst: Kinder, Haustiere, Bodenheizung, Budget? Freundlichkeit und Interesse am Material zählen hier.
- Warum ist ein guter Untergrund so wichtig? Tipp: Eine gute Antwort: Unebenheiten zeigen sich später als Knarren oder Lücken. Das zeigt, dass du sorgfältig arbeitest.
- Wie geht es dir mit Arbeiten auf den Knien und Staub beim Schleifen? Tipp: Sag ehrlich, wie es in der Schnupperlehre war, und zeig, dass du Knieschoner und Staubmaske selbstverständlich trägst.
- Was machst du, wenn ein Brett beim Zuschneiden ein paar Millimeter zu kurz ist? Tipp: Fehler offen melden, Ursache verstehen und beim nächsten Mal zweimal messen. Der Betrieb schätzt Ehrlichkeit.
Ablauf, Kleidung und eigene Fragen: Ratgeber zum Vorstellungsgespräch.
Häufige Fragen zur Lehre als Boden-Parkettleger/in EFZ
Wie lange dauert die Lehre als Boden-Parkettleger/in EFZ?
Die Lehre dauert 3 Jahre und endet mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Du lernst im Lehrbetrieb, in der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen.
Welche Schule brauche ich für die Lehre als Boden-Parkettleger/in EFZ?
Abgeschlossene obligatorische Schule. Manche Lehrbetriebe verlangen einen Eignungstest. Hilfreich sind Grundkenntnisse in Mathematik.
Was verdiene ich in der Lehre als Boden-Parkettleger/in EFZ?
Laut Empfehlung der Berufsverbände im 1. Lehrjahr CHF 850 und im 3. Lehrjahr CHF 1'300 im Monat. Was du wirklich bekommst, steht in deinem Lehrvertrag.
Kann ich während der Lehre die Berufsmaturität machen?
Ja, in diesem Beruf ist die Berufsmaturität während der Lehre möglich (BM1). Sie öffnet dir den Weg an eine Fachhochschule. Du kannst sie auch nach der Lehre machen (BM2).
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Angaben zu Abschluss, Dauer, Voraussetzungen und Weiterbildung: berufsberatung.ch: Boden-Parkettleger/in EFZ, Stand 10/2026. Die Texte auf dieser Seite schreibt Jimmy selbst. Alle Angaben ohne Gewähr.
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